Unser Verständnis von Slow Life

Wir verstehen unter Slow Life in erster Linie eine Haltung.

Das Herzstück von Slow Life ist ein gemäßigtes Lebenstempo. Wir sehen darin den Humus, aus dem ein - im besten Sinne - lebensbereichernder Blütenteppich erwachsen kann.

Doch Slow Life ist mehr. Neben der Entschleunigung ist die grundlegende Maxime, dass Qualität vor Quantität geht, dass Souveränität im menschlichen Gewand eine Stärke bedeutet und Respekt nach allen Seiten unerlässlich ist. Dies sind die Säulen unseres Haltungsverständnisses.

Für etwas Zeit haben – darunter verstehen wir:

ihr durch Aufmerksamkeit und Bedächtigkeit Bedeutung zu verleihen.


Der Flüchtigkeit unserer Zeit wird damit eine Bodenhaftung entgegengesetzt, und der Alltag wieder mit mehr Tiefe gefüllt. Der Mensch erobert sich den Kontakt zu sich selbst zurück. Durch unsere flüchtige, hektische und ja, bindungsverpönende Lebensweise (insbesondere zu uns selbst!) ist dieser Kontakt schwerwiegend beeinträchtigt.

Warum und wofür ist dieser Kontakt wichtig?

Wir sehen im Verlust des Kontaktes zu uns selbst ein entscheidendes Einfallstor für Stress aller Art und für die Schädigung der Gesundheit im Allgemein. Wir zählen zu den Konsequenzen den Verlust an Respekt und Nachsicht im Miteinander, mangelnde Entscheidungskompetenz, fehlende Souveränität und ausbleibende Selbstfürsorge, ein mangelndes Stärkenbewusstsein, ein belastendes Helfersyndrom bis hin – und nur scheinbar ein weiter Bogen - die Zerstörung von Natur und Umwelt.

Gerade Bindung braucht Zeit, es bedeutet bleiben können.
Zum Beispiel, um im Hier und Jetzt den Reichtum des Alltäglichen wahrnehmen zu können. Um bei sich selbst anzukommen und dort zu verweilen. Bei sich bleiben zu können hilft uns, innere und äußere Fülle zu erkennen, wertzuschätzen und sie zu pflegen und zu bewahren.

Das Ergebnis ist Selbstliebe, durchdrungen von emotionaler Sättigung:
Als gesunder Schutzschild gegen Stress, Überforderung und Selbstausbeutung.
Wir brauchen die Selbstliebe auch, um Konflikte und Tumulte zu reduzieren. Wir brauchen Sie für unsere Gesundheit und unsere Lebensfreude und um das Sinnvolle vom weniger Sinnvollen unterscheiden zu können.
Wir brauchen vor allem mehr Menschen, die in sich ruhen (mögen).

Das Slow Life Institut steht darüber hinaus für die Auffassung, dass reflektorische Arbeit am Selbst Auswirkungen auf das ethische Empfinden des Individuums und dessen Beziehung zu anderen Menschen hat. Und damit auf die gesamte Gesellschaft. Wir sehen uns dieser Verantwortung verpflichtet. Das gilt auch für ein humanistisches Menschenbild.

Lassen Sie uns hier fröhlich anmerken: Sie finden uns fern jeglicher Glorifizierung. Entschleunigung allein macht niemanden zum besseren Menschen. Uns geht es auch nicht um asketische Genügsamkeit, um eine nostalgische Flucht oder einen eskapistischen Zeitvertreib. Stattdessen laden wir Sie auf das herzlichste zu einem kontemplativen Umgang mit der Zeit ein und dazu, sich – und viele andere - mit diesem Reichtum zu beschenken.

Maximum ist nicht immer gleich Optimum. Wir verwechseln das oft.

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