Slow Life
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Gedicht: Umbrien im August©

von

Ich liebe die lautlose Wärme des Sommers
Blauer Wind auf meiner heißen Haut
Von Silberfäden durchzogene Stille

Zarte Rinnsale von Schweiß benetzen meinen Körper
Pudrige Wärme in kleine Wölkchen verpackt
Friedvoll plätschert meine Seele dahin

Ein verwehtes Lachen glückt zu mir herüber
Sepia gefärbte Landschaft lässt den
warmen Atem des Spätsommers erahnen
Farben machen satt

Der Kuss des Windes kitzelt mich
mit sanften Fingerspitzen
Ich schmiege mich wehrlos in das goldene Bett der Sonne
Das Sein ist ein Geschenk der Stille

Kirchengeläut weht scheppernd zu mir herüber
als läge der Küster träge auf seinem Sofa
während er mit schläfriger Hand
das Seil von oben nach unten bewegt
ein Ding und ein Dong
ein Ding und ein Dong....

Ein verblichener Sonnenschirm taucht Licht in gedämpftes Orange
In der Ferne die Melodie leichter Füße im gleichen Schritt
lassen die ineinander verschlungenen Hände erahnen
Von sanftem Wind bewegt
ziehen meine Haare eine zärtliche Spur
über meine sehnsuchtsvolle Haut 

Ich verlasse die Zangen der glühenden Hitze
Unter dem schattenspendenden Feigenbaum
und von sanfter Brise umfächelt
lasse ich die Armee goldgewandeter Sonnenstrahlen
träge an mir vorüberziehen

 

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